Samstag, 7. August 2010

Nirwana

Das Nirwana ist wie ein Dampf in einem luftleeren Raum und vermittelt den Eindruck von Dichte, wo keine Dichte ist.

Es ist Raum, aber unbefüllt und undurchsichtig.

Ja, Scheiben fehlen, aber es beschlägt.

Da ist Angst vor dem Inferno, aber weit und breit nichts an Schrecklichem, was auf dich zukommen könnte.

Das Wasser ist so fein, dass es den Durst nicht löscht, deshalb mildert es weder Hunger noch Sehnsucht.

Es ist wie ein Gefängnis, doch nichts und niemand ist da, der es bewacht oder dich zu irgendetwas zwingt.

Niemand beraubt dich hier deiner Freiheit, doch es fühlt sich so an.

Es ist isoliert von den Anderen, doch niemand meidet dich.

Da ist der Drache der Vollkommenheit, der in diesem Raum wohnt und den du doch nicht siehst. Er sitzt dir auf der Schulter und du sagst, du bist allein, aber das stimmt nicht.

Wo du bist, da ist die Erkenntnis des Selbst am dichtesten.

DAS ist die Dichte im Nirwana.

Der Dampf ist dein Spirit, der wartet, dass du ihn als dein Eigentum annimmst.

Der Drache ist dein aktuelles Selbst, das dieses Wiederfinden deines Spirits bewerkstelligt.



Wer das Nirwana verlässt, der ist golden und strahlt sein Licht um die Ecke sozusagen, denn das Licht des Selbst beugt sich nicht wie irgendeine Raumzeit, es ist omnipräsent und frei von jeglicher Begrenzung oder Ausrichtung.

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